Industriegeschichte in und um Rechtenstein

Die Industrie-Epoche hielt schon früh Einzug in der kleinen Gemeinde Rechtenstein an der Donau: ihre drei Elemente waren Papier, Zement und Wasserkraft. Übrig geblieben ist die Wasserkraft.

Über diese Industriegeschichte berichtet das Buch "Papier, Zement & Wasserkraft - Die Geschichte der Holzstofffabrik Kraemer und des Portland-Cementwerks in Rechtenstein" des Historikers Uwe Schmidt.

"Papier, Zement und Wasserkraft""Papier, Zement und Wasserkraft"

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Möglichkeit bieten einen kurzen Blick ins Buch zu werfen:

Auszug "Einleitung":
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand die Wasserkraft als einzige Energiequelle zur Verfügung. (...) Im Gegensatz zu den Städten, wo dank der Eisenbahn, die Kohle abtransportierte, elektrische Energie aus Dampf oder Gas gewonnen werden konnte, stellte im ländlichen Raum die Wasserkraft die entscheidende Voraussetzung zur Stromproduktion dar. Aus Mühlen wurden Elektrizitätswerke (...) 1893 entstanden in Sigmaringen und an der Unteren Argen die ersten Elektrizitätswerke in Oberschwaben. Bis zur Jahrhunderwende folgten weitere Elektrizitätswerke, beispielsweise in Munderkingen, Riedlingen, Biberach-Birkendorf, Menten und Tettnang. (...)
Ohne die 1850 eröffnete Südbahn von Ulm nach Friedrichshafen ist die Entstehung der Industrieregion Schussenbecken um Ravensburg und Weingarten nicht denkbar. Aber auch entlang der 1870 eröffneten Donautalbahn Ulm-Sigmaringen förderte die Eisenbahn die wirtschaftliche Entwicklung, (...). (...)

Auszug "Die Moderne hält Einzug":
"Das Dorf liegt malerisch schön an dem Ufer der Donau, die hier zwischen schroffen Felsen durchgeht, und steigt an der steilen Felswand in einer engen Kluft hinauf... " Die Beschreibung Rechtensteins in der Beschreibung des Oberamts Ehingen aus dem Jahr 1826 besaß rund sieben Jahrzehnte später noch Gültigkeit. Fast nichts hatte sich am Erscheinungsbild des Dorfes geändert, (...). Mit dem Anschluss an die Donautalbahn von Ulm nach Sigmaringen 1870 setzte die Moderne ihren ersten Schritt auf die Rechtensteiner Gemarkung. Immerhin beförderte die Eisenbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts jährlich etwa 25.000 Personen von und nach Rechtenstein und mehr als 5.500 t Güter wurden abgefertigt. (...), neben der Wasserkraft wurde die Eisenbahn zum entscheidenden Faktor, dass zwei Unternehmer aus Göppingen sich 1900/01 entschieden, Fabriken in Rechtenstein zu bauen.(...)

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Sie können das Buch für Euro 9,50 zzgl. Versand bei der Firma Reitter bestellen (Tel. 07375 / 212).

Was die Presse sagt, finden Sie unter "Aktuelles und Presse" - Presseartikel "Ein spannendes Kapitel" vom 09.09.2008.